Vor über 200 Jahren erbaut beherbergte das Gebäude unter Anderem arme Bürger, Flüchtlinge, die Gemeindekanzlei und die Feuerwehr.
Das kleine Gebäude nahe dem Marktbrunnen und dem alten Schulhaus wurde vom Zimmerer Georg Schlicht nach dem Brand von Alt-Waldeck auf dem Schlossberg 1794 erbaut. Viel später kennt man es als Armenhaus in Waldeck. Es beherbergte Arme und nach dem Krieg auch Flüchtlinge.
Die Ausnüchterungszelle von Waldeck befand sich ebenfalls in diesem Haus und hatte ein kleines Fenster zum Marktbrunnen.
In den 1960er Jahren wurden zwei Räume zur Kanzlei der Gemeinde umgebaut und genutzt. Nach der Eingemeindung 1972 nach Kemnath wurde es unter Anderem als Unterstellmöglichkeit für den Heimat- und Kulturverein genutzt und zuletzt verstaute der Waldecker Carnevalsverein sein Inventar im Haus.
2015 wurde das Gebäude abgebrochen. An dieser zentralen Stelle im Ort wurde die neue Kanzlei, ein wunderschönes Dorfhaus, aufwendig neu aufgebaut.